OPC
Openess, Productivity and Connectivity, früher auch OLE for Process Control
OPC beschreibt Standardschnittstellen zwischen Automatisierungssystemen und IT-Systemen. Damit wird die Datenübertragung zwischen diesen Systemen vereinheitlicht und vereinfacht. Hersteller von Automatisierungslösungen halten zumeist diese Standards ein.
PIMS-Systeme und
HMI-Systeme nutzen diese OPC-Schnittstellen. Für die Kommunikation zwischen den Anwendungen benutzt
OPC derzeit hauptsächlich Microsofts DCOM Technologie (Distributed Component Object Model). Mit Einführung von
OPC UA soll die Kommunikation plattform-unabhängig werden
OPC gliedert sich in die folgenden Spezifikationen:
- OPC DA (Data Access): Spezifikation zur Übertragung von Echtzeitwerten über OPC (DCOM basierend). Aktueller Stand der Spezifikation ist 3.0. OPC DA war die erste OPC Spezifikation.
- OPC A/E (Alarms and Events): Spezifikation zur Übertragung von Alarmen und Ereignissen (Alarms & Events).
- OPC HDA (Historical Data Access): Spezifikation zur Übertragung historischer Werte.
- OPC DX (Data eXchange): Spezifikation zur direkten Kommunikation zwischen OPC Servern.
- OPC Command: Spezifikation zur Ausführung von Befehlen (= Kommandos).
- OPC XML DA: Spezifikation zur XML- basierten Übertragung von Echtzeitwerten. Diese Spezifikation ist der Vorläufer von OPC UA. Da früh bekannt wurde, dass eine DCOM-unabhängige Spezifikationen in Form von OPC UA geplant ist, verbreiteten sich OPC XML DA Server nur gering.
- OPC UA (Unified Architecture): Spezifikation, die alle bisherigen Spezifikationen (OPC DA, OPC HDA, OPC A/E) plattform- und DCOM- unabhängig umsetzen soll. Die Kernelemente dieser Spezifikation wurden Anfang 2009 zur endgültigen Abstimmung als IEC-Norm (IEC 62541) angenommen. Lediglich die Ereignismodelle für "OPC UA Alarms" sowie "OPC UA Discovery" liegen bislang noch als Konzept vor.
Link zur OPC Foundation